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Kf 245: Projektplanung für angehende Realisten – und solche, die es werden wollen

Begeistert angefangen, frustriert aufgegeben. Das ist ein typischer Projektverlauf. Wie es auch anders gehen kann, erklärt Mario.

Titel: Projekte in Steuerkanzleien starten und erfolgreich abschließen

  • Viele Projekte werden begonnen, aber selten abgeschlossen; häufige Ursache: fehlende Umsetzung trotz Coachings.
  • Beispiel „Coaching-Rallye“: Wechsel von Coach A zu B zu C ohne nachhaltige Implementierung.
  • Erfolgsprinzip: Klare, detaillierte Planung statt grober oder fehlender Planung.
    • Aufgaben sofort: erledigen, delegieren oder terminieren und das Gegenüber über Antwortzeiten informieren.
    • Ressourcen für Projekte verbindlich einplanen; ohne Ressourcen scheitern Vorhaben.
    • Konkrete Nachbereitung von Kursen: Umsetzungsblocker definieren und konkrete Schritte festlegen.
    • Beispiel Honorarmodell „Tür-und-Angel-Pauschale“:
      1. DATEV für Zeiterfassung einrichten.
      2. Mandantenvorlagen prüfen.
      3. Team informieren und abstimmen.
      4. Rollout-Timing festlegen.
    • Strukturierte Schrittfolge („erstens, zweitens …“) reduziert kognitive Last und erhöht die Umsetzungswahrscheinlichkeit.
    • Kontrolle fest einplanen: Zwei Monate nach Start prüfende Termine mit Mitarbeitenden (Stichproben an Mandaten).
    • Bei Nicht-Umsetzung Hindernisse identifizieren und Gegenmaßnahmen ergreifen.
    • Jährliche Re-Kontrolle zur Sicherung der Implementierung.
  • Schlussfolgerung: Projekte gelingen mit detaillierter Planung, klarer Terminierung, Ressourcenbindung und wiederholter Kontrolle.

Arbeiten im Einklang mit dem eigenen Profil statt reiner Willenskraft

  • Eigenes Naturell akzeptieren; Systeme bauen, die zu den eigenen Gewohnheiten passen.
  • Beispiel Zeiterfassung: Outlook-Kalender als primäres Erfassungssystem nutzen; Mitarbeitende übertragen Zeiten nach Abstimmung in DATEV.
  • Aufgaben, die man nicht gut kann (Kontrolle, Entscheidungen, Strukturierung), bewusst an andere delegieren; Ziel und Kontrollinstanz festlegen.
  • Warnung vor „Energie“-basierten Projekten: Anfangsdrive hält 3–4 Wochen; fällt die Energie ab, stirbt das Projekt.
  • Mitarbeitende erkennen Muster kurzlebiger Veränderungen; führt zu Zynismus und fehlender Nachhaltigkeit.
  • Schlussfolgerung: Nachhaltigkeit entsteht durch passende Systeme und Delegation, nicht durch kurzfristige Motivation.

Überlastete Kontrollsysteme vermeiden

  • Kritik an „byzantinischen“ (überladenen, unnötig komplexen) Kontrollsystemen.
  • Ziel: einfache, handhabbare Strukturen statt Komplexität, die Konfusion erzeugt.
  • Schlussfolgerung: Schlanke Kontrollen und klare Priorisierung sind wirksamer als komplexe Systeme.