Auf Papier, nur gültig mit Chefunterschrift und ohne sinnvolle Vertretung – das ist der Urlaubs-Genehmigungsprozess aus der Hölle. Ärger garantiert. Wie es besser geht, erklärt Mario anhand einfacher Regeln. Und im Anschluss selbstverständlich: Mentors Katzenbasar!
Shownotes
Der Engpass ist nicht der Urlaub, sondern die Kanzleileitung: Das traditionelle Chef-Genehmigungsritual produziert Bürokratie, lädt Konflikte auf die Führung und entlässt Teams aus Eigenverantwortung; die wirksame Gegenstrategie ist ein schlankes, digital gestütztes Betriebsprinzip „Kein Urlaub ohne Vertreter“, bei dem ausschließlich die Vertretung entscheidet und der Prozess (Genehmigung, Handover, Abwesenheits-Setup, Erreichbarkeitsrouting) automatisiert läuft; dadurch verschwindet politischer Streit („Ferienkinder“, Brückentage), und die Führung verliert weder Zeit noch Glaubwürdigkeit, weil nicht mehr über Einzelfälle geurteilt werden muss, sondern nur noch der Prozess gilt—wir entscheiden uns, uns nicht mehr einzumischen und stattdessen Systemdisziplin durchzusetzen, weil die Alternative (Chef-Signatur, Papier, Ad-hoc-Gnade) die Kanzlei in kleinteiligen Eskalationen, rechtlichen Folgekosten und kultureller Unreife festhält.
- Urlaubsanträge werden nicht mehr von der Kanzleileitung freigegeben. Die Unterschrift des Chefs ist nicht erforderlich.
- Die Genehmigung eines Urlaubsantrags hängt ausschließlich von der Zustimmung eines vorher definierten Vertreters ab.
- Urlaub ist nur dann offiziell genehmigt, wenn er im digitalen System mit der Zustimmung des Vertreters erfasst ist. Mündliche oder informelle Absprachen sind ungültig.
- Die Kanzleileitung wird sich nicht in die Urlaubsplanung der Mitarbeiter einmischen, solange die Vertreterregelung eingehalten wird.
- Im Arbeitsvertrag wird nur der gesetzliche Mindesturlaub als Anspruchsfestgelegt. Weitere Urlaubstage werden als freiwillige, widerrufbare Leistung des Arbeitgebers gewährt.
- Einen Tag vor Urlaubsbeginn (bei Abwesenheit > 1 Woche): Ein Übergabe-Termin zwischen dem Mitarbeiter und seinem Vertreter muss stattfinden, um offene Themen zu besprechen.

Besser als Mentor erlaubt: Katzenbasar
Der Katzenbasar ist unbezahlte und unbezahlbare Werbung für Firmen und Produkte für die Steuerszene. Man kann um einen Auftritt in Mentors Katzenbasar bitten, ihn aber nicht erkaufen. Denn die VIP-ler verkaufen ihr Publikum nicht. Albanerindianerehrenwort! Alle vier Wochen wird der Katzenbasar durch den nächsten ersetzt.
